Steinkiste von Esperstedt
archäologische Stätte in Deutschland
Die Steinkiste von Esperstedt liegt auf der Gemarkung des Ortsteils Esperstedt in der Gemeinde Obhausen im Landkreis Quedlinburg, Sachsen-Anhalt. Sie wurde 2004 während der Trassenuntersuchung für die A 38-Autobahnanschlussstelle ausgegraben. Die Ausgrabung enthüllte über hundert Bestattungen aus der Bronzezeit sowie Steinkisten aus der Jungsteinzeit. Die Kiste ist als Bodendenkmal mit der Nummer 428300318 im Denkmalverzeichnis eingetragen. Die Steinkiste ist etwa 1,62 m lang und 0,78 m breit, mit zwei Muschelkalkplatten als Decke. Die Seiten- und Endsteine bestehen aus plattigem Material, und die Fugen der Süd- und Westecke sind mit Mörtel aus Ton und Kalk verschmiert. Die Kiste wurde komplett abgebaut und im Heimatmuseum von Schraplau wieder aufgebaut. In der Kiste wurden Knochenfragmente und Milchzähne eines Kindes sowie die Skelette eines Mannes und einer Frau gefunden. In der Steinkiste wurden zwei vollständige Keramikgefäße der Schnurkeramik entdeckt, sowie eine Amphore und ein Becher. Der Mann, der in der Kiste bestattet war, trug vermutlich einen kupfernen Kopfschmuck. Die Kiste wurde auf 2460 bis 2300 v. Chr. datiert. In der Region um Esperstedt gibt es eine hohe Konzentration von Schnurkeramik-Grabungen, was die Bedeutung der Fundstelle unterstreicht.
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- Art
- Archäologische Stätte, Steinkiste
- Ort
- Obhausen
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