📷 Bild: Wikimedia Commons
Piepenkopf
Burg in Nordrhein-Westfalen, Deutschland
Der Piepenkopf ist eine wallburgähnliche Siedlung aus der La-Tène-Zeit, errichtet im 3. Jahrhundert v. Chr. auf einem Sporn des Kleeberges in Dörentrup, Kreis Lippe. Die Anlage liegt im Zentrum des Lipper Berglandes und umgibt eine Fläche von 7 Hektar. Sie ist von einem Ringwall umgeben, der sich an die Geländeform anpasst, und besitzt eine Vorwallstruktur an der Ostseite. Die Anlage wird durch den Keuperberg Amelungsburg abgeschlossen, der einen weiten Ausblick ermöglicht. Die Siedlung hat eine zentrale Position in der Region, da sie sich in der Mitte zwischen dem Weserbogen und dem Osning befindet. Sie ist im Zentrum der Mittelgebirgsketten Wiehengebirge und Osning. Die Anlage ist als einzige westfälische Fluchtburg über Sichtkontakt zu anderen keltischen Siedlungen verfügt. Die archäologischen Untersuchungen zeigten eine kriegerische Auseinandersetzung, die zur Zerstörung führte, und die Anlage wurde nicht wieder bebaut. Die Ausgrabungen stießen auf Brandschichten und Keramikfragmente, die eine langlebige Besiedlung belegen. Die Radiokohlenstoffdatierung stellte die Befestigung in das 3. bis 2. vorchristliche Jahrhundert. Die Anlage ist auch Teil eines größeren Netzwerks von Höhensiedlungen, darunter die Grotenburg und die Amelungsburg. Die Anlage wird durch eine weiße Quarzsanddüne südöstlich begrenzt, die als Rohstoffquelle für die Glasherstellung genutzt wurde.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Burg, Archäologische Stätte, Spornburg
- Ort
- Dörentrup
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
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