Capella Speciosa

📷 Bild: Wikimedia Commons

KircheNiederösterreichWeinviertelBezirk Tulln

Capella Speciosa

Fundamentreste einer Kapelle in Klosterneuburg in Niederösterreich (8917)

Die Capella Speciosa war eine gotische Kapelle in Klosterneuburg, Niederösterreich, auf dem Gelände des Stifts südlich der Stiftskirche. Sie entstand ab 1198 als Palastkapelle für Herzog Leopold VI. und wurde 1222 geweiht. Der Bau war ein einschiffiger, zweijochiger Saalbau mit polygonalem Schluss und Marmorverkleidung. 1339 ging die Kapelle an das Stift Klosterneuburg über, wurde aber 1787 durch den Josephinismus zerstört und 1799 abgetragen. Die Kapelle zählt zu den ältesten gotischen Bauwerken Österreichs und war Teil der Pfalzanlage Leopolds VI. Sie war ursprünglich mit Glasmalereien und Holzfiguren aus dem 14. Jahrhundert ausgestattet, die heute im Stiftsmuseum und in anderen Kirchen zu sehen sind. Die Sandsteinkanzel wurde 1928 in eine andere Kirche übertragen. Die Fundamente wurden 1953 freigelegt und 2005 erneut untersucht, seit 2006 ist sie am Stiftsplatz zugänglich. Die Kapelle ist heute nur als Ruinenfundament sichtbar, doch die computerunterstützte Rekonstruktion der TU Wien aus den 1990er-Jahren gibt Einblick in ihr Aussehen. Die Reste der Kapelle sind Teil der archäologischen Funde auf dem Stiftsplatz und werden im Stiftsmuseum sowie in verschiedenen Kirchen präsentiert. Die Reste der Holzfiguren und Glasmalereien zeigen die künstlerische Ausstattung der Kapelle.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Kirchengebäude
Ort
Klosterneuburg
Adresse
Stiftsplatz 7
Baustil
Gotische Architektur
Denkmalstatus
Denkmalgeschütztes Objekt in Österreich
Quellen:Capella Speciosa (CC0-1.0)

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