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Kastell Hainstadt

archäologische Stätte in Deutschland

Das Kastell Hainstadt war ein römisches Kastell südöstlich des Ortskerns von Hainburg-Hainstadt im Landkreis Offenbach. Es lag im Bereich der Mainlinie des Obergermanisch-Raetischen Limes und war vermutlich Vorgänger der späteren Kastelle Großkrotzenburg und Seligenstadt. Das Kastell befand sich in der Nähe der heutigen Hauptstraße und Kastellstraße, mit einem Teil des Grabens überbaut. Es lag etwa 2200 Meter von Großkrotzenburg und knapp 4000 Meter von Seligenstadt entfernt. Das Kastell wurde 1967 entdeckt, als bei Erschließungsmaßnahmen neun römische Ziegel mit Militärstempeln gefunden wurden. Grabungen 1968 und 1969 führten zu einem Gesamtbild der Anlage. Der Graben war drei bis vier Meter breit und umschloss eine Fläche von 111,75 mal 97,5 Meter. Die Anlage wurde vermutlich in Holz-Erde-Bauweise errichtet, mit Gebäuden aus Holz. Es gab Hinweise auf eine Zivilsiedlung im Inneren, die möglicherweise eine Villa rustica war. Vor Ort sind keine Gebäude oder Umwehrungen sichtbar, da das Kastell vollständig überbaut wurde. Die Anlage wird dem Zeitraum des domitianisch-trajanischen Limes aus der Zeit um 110 n. Chr. zugeordnet. Funde wie Terra Sigillata, Keramik und Ziegelstempel belegen die römische Besiedlung. Spätere Funde deuten auf eine germanische Besiedlung im 4. Jahrhundert hin, die im 5. Jahrhundert endete.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
römisches Militärlager, Archäologische Stätte, Römisches Bauwerk
Ort
Hainburg
Denkmalstatus
Kulturdenkmal in Hessen

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