📷 Bild: Wikimedia Commons
Heidenhöhlen
künstlich eingehauene Gänge und Kammern in einer Felswand beim Überlinger Stadtteil Goldbach
Die Heidenhöhlen sind künstliche Höhlen in einer Felswand am Bodensee, genauer gesagt im Überlinger Stadtteil Goldbach. Sie liegen westlich des Dorfes in den Molassesandstein des Heidenlöcherfelsens, der fast senkrecht abfällt. Der Fels sperrte einst das Ufer, sodass nur ein Fußweg bei niedrigem Wasserstand möglich war. Die Höhlen bestanden aus einzelnen Räumen mit Fensteröffnungen, die zum See führten, und waren durch Türöffnungen und Gänge miteinander verbunden. Nordwestlich des Weilers Brünnensbach gab es eine weitere Felskapelle, die St. Katharina hieß und aus Hohlräumen im Fels bestand. Die Heidenhöhlen wurden im 18. Jahrhundert von Armen und Obdachlosen bewohnt und wurden später von Überlingen zerstört, um sie zu verdrängen. Mit dem Bodenseetourismus im 19. Jahrhundert wurden sie zu einer Touristenattraktion, doch 1846 wurden sie zum Teil gesprengt, um die Bodensee-Uferstraße zu schaffen. Der Zugang wurde 1954 gesperrt, und 1960 stürzte ein Teil der Höhlen ein. Die Katharinenkapelle wurde 1847 für den Straßenbau zerstört, und ein Ersatzraum wurde später angelegt, der heute unzugänglich ist. Heute sind nur noch vereinzelte Räume sichtbar, doch sie sind wegen der gefährlichen Lage im Fels und dem Dornengestrüpp nicht mehr zugänglich. Die Höhlen und die Kapelle wurden teilweise zerstört, und nur Reste des Kulturdenkmals sind erhalten geblieben. Der Rest des Katharinenfelsens gehört heute zu einem Naturschutzgebiet.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Höhle
- Ort
- Baden-Württemberg
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