📷 Bild: Wikimedia Commons
Kloster Müdehorst
nur in Grundmauern erhaltenes Kloster im Bielefelder Stadtbezirk Dornberg
Das Kloster Müdehorst wurde um 789 im heutigen Bielefelder Stadtbezirk Dornberg gegründet. Es war eines der ältesten monastischen Einrichtungen Westfalens und wurde später dem Stift Herford zugunsten aufgegeben. Die Gründung stand im Zusammenhang mit der Christianisierung Sachsens und der Verbreitung monastischer Gemeinschaften. Die genaue Entstehungsgeschichte ist aufgrund fehlender Dokumente schwer nachvollziehbar. Die Gründung von Müdehorst wird mit dem Heiligen Waltger in Verbindung gebracht, der eine Klosterkirche plante. Die Grabungen von 1948/49 fanden Mauerreste einer Kirche aus Kalksteinen, die als Bodendenkmal klassifiziert wurden. 1991/92 wurden die Abmessungen der Grundmauern erneut untersucht und die Kirche als 32,5 Meter lang und 10 Meter breit bestimmt. Die Stätte wurde 1986 in die Denkmalliste eingetragen. Besucher können die Spuren der ältesten nachgewiesenen Kirche Bielefelds im Wiesengrund erkennen. Die Grabungsstätte wurde mit Kies und Bruchsteinplatten abgedeckt, um den Grundriss langfristig zu schützen. Die archäologischen Funde und schriftliche Zeugnisse belegen die historische Bedeutung der Stätte. Die Ruine ist ein Zeugnis der frühmittelalterlichen Baugeschichte in der Region.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Kloster, religiöse Gemeinschaft, Archäologische Stätte
- Ort
- Bielefeld
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
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