Rappertshäusern

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Kanton AargauBezirk Kanton Aargau

Rappertshäusern

Mittelalterliche Wüstung in Möhlin im Kanton Aargau, Schweiz

Rappertshäusern war eine im 17. Jahrhundert abgegangene Siedlung im Gemeindegebiet von Möhlin im Kantons Aargau. Sie lag nordöstlich von Riburg im Unterforst am Rhein. Der Gemeindebann befand sich auf einer Halde gegenüber von Schwörstadt mit einer Höhe von 290 m ü. M. und umfasste 193 ha. Die Siedlung grenzte im Osten an Wallbach und im Süden sowie Westen an Möhlin. In der Nähe befanden sich zwei römische Warten und das Naturschutzgebiet "Haumättli". Rappertshäusern wurde erstmals 1376 urkundlich erwähnt. Die Bewohner betrieben Fischerei, Schifffahrt und Landwirtschaft. Einige Bürger verfügten über bedeutenden Grundbesitz. Das Dorf war mit Niederriburg und Wallbach verbunden und hatte Verbindungen zur Pfarrkirche Meli. Im 16. Jahrhundert war das Stift St. Martin Obereigentümer über verschiedene Höfe. Die Belagerung von Rheinfelden durch die Schweden 1633–1638 führte zur Zerstörung von Rappertshäusern. Das ehemalige Gemeindegebiet von Rappertshäusern wurde nach dem Aussterben des Dorfes von der Natur übernommen. Die zerstörten Gebäude und Grundmauern wurden überwuchert, später wurde die Waldlücke aufgeforstet. 1999 verwüstete der Orkan Lothar das Gebiet erneut, doch das Gebiet wurde abgeholzt und in der Aufforstung weitergeführt. Grenzsteine mit der Inschrift "RAP" und dem Wappen aus dem Jahr 1602 markierten den Gemeindebann. Die Rappertshäusernstrasse im Ortsteil Riburg erinnert an das verschwundene Dorf.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Wüstung, Archäologische Stätte
Ort
Möhlin
Denkmalstatus
Schweizer Kulturgut der Klasse B von regionaler Bedeutung

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