📷 Bild: Wikimedia Commons
Schloss Lanzendorf
Schloss im Bezirk Bruck an der Leitha, Niederösterreich
Das Schloss Lanzendorf liegt in der Gemeinde Lanzendorf, etwa vier Kilometer südöstlich der Wiener Stadtgrenze. Es befindet sich im Süden des Dorfes neben der Durchfahrtsstraße und gehört zur Katastralgemeinde Oberlanzendorf im Wiener Becken. Der Bau ist blockhaft, dreigeschoßig und hat einen L-förmigen Grundriss. Auf der Straßenseite ist ein turmartiges Dachhäuschen sowie ein flachgedeckter Säulengang mit einem Nebengebäude vorhanden. Die ehemalige Wehrmauer umgibt Teile der Gebäude. Das Schloss war um 1170 im Besitz der Asparn-Maleisdorfer und wurde mehrfach umgebaut. Der heutige Bau entstand im 17. Jahrhundert und wurde 1758 durch Umbauten unter Bernhard von Lanzendorf weiter ausgebaut. Im 19. Jahrhundert diente es als Fabrik und später als Asyl für körperbehinderte Kinder. In den Kriegsjahren 1939–1945 wurde es als Arbeitserziehungslager genutzt, wobei viele Menschen zu Tode kamen. Die Caritas übernahm 1948 das Schloss und richtete darin eine Behindertenbetreuungsstätte ein. Im Schloss leben heute 17 Menschen mit Behinderung in zwei Wohngruppen. Jede Gruppe hat Einzel- und Doppelzimmer, die von den Bewohnern selbst eingerichtet werden. Es gibt gemeinsame Räume wie Küche, Wohnzimmer, Pflegebad und Balkon. Die Caritas restaurierte das Schloss und baute neue Räume sowie eine Stiege aus Sichtbeton, die als Erinnerung an die NS-Opfer dient. Die Umgebung umfasst den ehemaligen Meiereihof und den Park des Schlosses.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Schloss
- Ort
- Lanzendorf
- Adresse
- Obere Hauptstraße 35
- Denkmalstatus
- Denkmalgeschütztes Objekt in Österreich
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