📷 Bild: Wikimedia Commons
Festung Ilava
Festung in der Slowakei
Die Festung Ilava, auch bekannt als Burg Illau, liegt im Zentrum der Stadt Ilava im Nordwesten der Slowakei. Ursprünglich als gotische Burg errichtet, diente sie ab 1856 als Gefängnis. Die genaue Entstehungsgeschichte ist unklar, wobei historische Quellen unterschiedliche Theorien vorschlagen, darunter die Ansicht, dass bereits unter der Árpáden-Dynastie eine Grenzfestung existierte. Die Burg wurde erstmals 1446 schriftlich erwähnt und war eine Wasserburg, die eine Furt über die Waag sicherte. Die Festung war über Jahrhunderte hinweg mehrfach verändert und besessen. 1533 wurde sie von der Familie Ostrosith erworben, die sie zur Verteidigung gegen die Osmanen ausbaute. Später wurde sie von Graf Siegfried Christoph Breuner weiterentwickelt, wobei die untere Burg zum Herrschaftssitz wurde. Nach der Auflösung der religiösen Orden durch Joseph II. 1783 stand die obere Burg leer, bis sie 1805 von der Familie Königsegg übernommen wurde. Seit 1856 dient die Festung als Strafanstalt und ist für Besucher nicht zugänglich. Die umliegende barocke Allerheiligenkirche ist öffentlich zugänglich und steht direkt an der Festung. Die untere Burg war bis 1855 Wohnsitz der Familie Königsegg, während die obere Burg als religiöses Zentrum diente. Die Festung selbst bleibt aufgrund ihrer Nutzung als Gefängnis geschlossen, doch die umliegende Architektur bietet einen Eindruck ihrer historischen Bedeutung.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Burg, Gefängnis
- Ort
- Ilava
- Denkmalstatus
- Denkmalgeschützte Objekte in der Slowakei
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