Waschsalon Karl-Marx-Hof
Das Museum Das Rote Wien im Waschsalon behandelt die Zeit der sozialdemokratischen Stadtregierung zwischen 1919 und 1934 — und es tut das an einem Ort, der selbst Teil dieser Geschichte ist: im ehemaligen Waschsalon Nr. 2 des Karl-Marx-Hofs. Die Ausstellungsräume waren ursprünglich Brausebad und Wasserdepot. Der Karl-Marx-Hof wurde 1927 bis 1930 nach Plänen von Karl Ehn errichtet, einem Schüler Otto Wagners. Der Bau ist über einen Kilometer lang und umfasst rund 1.300 Wohnungen. Entscheidend für das Konzept waren die Gemeinschaftseinrichtungen: Wäschereien, Bäder, Kindergärten, eine Bibliothek, Arztpraxen und Geschäftslokale — Infrastruktur, die den Wohnbau zum sozialen Programm machte. Genau diese Verbindung von Architektur und Politik ist der Gegenstand der Ausstellung. Auf rund 300 Quadratmetern werden Geschichte, Programm und Persönlichkeiten des Roten Wien gezeigt, dazu Bautätigkeit, Bildungs- und Kulturangebot sowie die Festkultur der Epoche. Das Museum liegt an der Halteraugasse im 19. Bezirk, mitten in der Anlage; ein Rundgang durch die Ausstellung und um den Bau herum füllt gut einen Nachmittag. Geöffnet ist an wenigen Tagen der Woche, eine vorherige Prüfung der Zeiten lohnt sich.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text.
In der Nähe
- Denkmal Ferdinand von Saar439 m
- Denkmal Franz Keim480 m
- Hohe Warte471 m
- Julius-Schlegel-Denkmal530 m
- Setagayapark483 m
- Bezirksmuseum Döbling691 m
QR-Code