📷 Bild: Wikimedia Commons
Schloss Marthalen
Bauwerk in der Schweiz
Das Schloss Marthalen, auch Schloss Oberhausen genannt, ist ein Herrenhaus in der Gemeinde Marthalen im Kanton Zürich. Es wurde im 15. Jahrhundert errichtet und zählt zu den ältesten erhaltenen Bauten der Region. Das Schloss umfasst neben dem Hauptgebäude auch ein ehemaliges Stall- und Trottengebäude, die Schlossscheune, das als kulturelles Denkmal geschützt ist. Das Schloss war bis zum 18. Jahrhundert der Sommerresidenz der Patrizierfamilie Peyer, die den Dorfbewohnern Arbeitsplätze auf dem Gut boten und so zur lokalen Wirtschaft beitrugen. Im 19. Jahrhundert veränderte sich der Besitz mehrfach, unter anderem wohnte der Arzt Johann Rudolf Köchlin hier in Pacht. 1871 liess der Sekundarlehrer Jakob Gossweiler die Umfassungsmauer und den Torturm abbrechen, was mit militärischer Unterstützung erfolgte. Besucher können heute die historischen Räume des Schlosses erkunden, die teilweise noch im Originalzustand erhalten sind. Die Umgebung bietet Ausblicke auf die umliegende Landschaft und die Seenregion. Die Schlossscheune und das Hauptgebäude sind Teil des Denkmalschutzes und werden sorgfältig unterhalten. Die Geschichte des Schlosses spiegelt die Entwicklung der Region und die Rolle der Patrizierfamilien im 15. bis 18. Jahrhundert wider.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Burg, Scheune, Bauwerk
- Ort
- Marthalen
- Adresse
- Oberdorf 21, 8460 Marthalen
- Erbaut
- 1492
- Denkmalstatus
- Schweizer Kulturgut der Klasse B von regionaler Bedeutung
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