Tumulus von Evessen
archäologische Stätte in Deutschland
Der Tumulus von Evessen ist ein großes Grabhügel in der Stadt Evessen im niedersächsischen Landkreis Höxter. Er hat einen Durchmesser von 34 Metern und eine Höhe von 6 Metern. Der Hügel gehört zu einer Gruppe von Grabhügeln zwischen Elm und Asse, die als Fürstengräber gelten. Zu diesen zählen auch der Galgenberg, der Meescheberg, der Muspott und zwei weitere Hügel, die im 18. Jahrhundert ausgegraben wurden. Der Tumulus wurde erstmals 1745 als vorgeschichtliches Grab erkannt. Ein Pastor vermutete, dass der Hügel aus der frühen Bronzezeit oder Jungsteinzeit stammen könnte. 1744 fand eine Ausgrabung bei einem weiteren Hügel eine Urne mit verbrannten Knochen und einem Backenzahn. Der Hügel steht seit 1945 als Naturdenkmal unter Schutz. Auf der Kuppe des Hügels steht eine Linde, die bis zu 800 Jahre alt sein könnte. Der Baum wurde 1944 zum Naturdenkmal erklärt und 2022 zum Nationalerbe-Baum gekürt. Seine Rinde ist ausgehöhlte und durch Sicherungen vor Zerstörung geschützt. Unter der Linde fand das Vogteigericht im 14. Jahrhundert statt, bis es 1808 aufgelöst wurde.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Hügelgrab, Archäologische Stätte
- Ort
- Evessen
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