📷 Bild: Wikimedia Commons
Zisterzienserinnenkloster Rulle
ehemalige Zisterzienserinnenabtei in Rulle in Niedersachsen
Das Kloster Rulle, ursprünglich als Kloster Marienbrunn bekannt, war ein Zisterzienserinnenkloster in Rulle, einem Ortsteil der Gemeinde Wallenhorst im Niedersachsen. Es existierte von 1246/47 bis 1803. Das ehemalige Äbtissinnenhaus, das unter Denkmalschutz steht, beherbergt heute die Jugendbildungsstätte „Maria Frieden“. Die Wallfahrtskirche wurde nach der Säkularisation der Pfarrgemeinde Rulle übergeben. Das Kloster wurde 1230 gegründet und 16 Jahre später nach Rulle verlegt, nachdem das ursprüngliche Gebäude in Haste vermutlich abgebrannt war. Die Nonnen lehrten Mädchen und junge Frauen aus der Region Lesen, Schreiben und Stickkunst. 1300 fertigte die Nonne Gisela von Kerssenbrock den Codex Gisle. Das Kloster überdauerte die Reformation, blieb aber klein. 1704 begann die Bauaktivität des barocken Abteigebäudes, das 1712 vollendet wurde. Die Kirche St. Johannes wurde 1927–1930 im Heimatschutzstil umgebaut. Im Klosterkomplex befindet sich der Marienbrunnen, der 1661 den Namen Kloster Marienbrunn gab. Die Legende besagt, dass ein blinder Schäfer durch das Wasser des Brunnens seine Sehkraft wiedererlangte. Die Kirche St. Johannes wurde 1927–1930 im Heimatschutzstil umgebaut. Das Klosterwappen der Äbtissin von Hövell ist auf der Innenseite des Brunnenhauses angebracht. Die ehemaligen Wirtschaftsgebäude werden heute unterschiedlich genutzt.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Kloster, religiöse Gemeinschaft
- Ort
- Wallenhorst
- Erbaut
- 1246
- Architekt
- Heinrich Renard
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