📷 Bild: Wikimedia Commons
Boleboř
Gemeinde in Tschechien
Boleboř ist eine Gemeinde im Okres Chomutov im Ústecký kraj. Sie liegt etwa sechs Kilometer nördlich von Jirkov an der Südabdachung des Erzgebirges und wird vor allem als Naherholungsgebiet für Chomutovs Einwohner genutzt. Die Gemeinde besteht aus drei Ortsteilen: Boleboř, Orasín und Svahová, die jeweils auch Katastralbezirke darstellen. Nachbarorte sind nicht ausführlich genannt. Die Gemeinde hat eine reiche Geschichte. 1352 wurde Göttersdorf erstmals erwähnt, wobei der Name aus der Verzerrung von Gottfried entstand. Im 17. Jahrhundert war der Ort kurzzeitig Teil der Herrschaft Priesen und gehörte danach zur vereinigten Herrschaft Hagensdorf – Brunnersdorf. Nach dem Dreißigjährigen Krieg standen hier 40 Häuser, und die Hauptberufe waren Weber, Schneider und Wagner. 100 Jahre später kamen Zimmerer und Metzger hinzu. 1850 wurde Boleboř eine eigenständige politische Einheit. Im 20. Jahrhundert erlebte der Ort eine Blütezeit mit mehreren Handwerksbetrieben und einem Holzspielzeugproduzenten. In Boleboř gibt es die barocke Pfarrkirche St. Nikolaus, die im 14. Jahrhundert erbaut und im 17. Jahrhundert umgebaut wurde. 1945 wurden die deutschen Einwohner vertrieben, und die Kirche brannte 1947 nieder. An ihrer Stelle wurde 1993 eine neue Kapelle errichtet. Die Gemeinde bietet somit historische Bauten und eine ländliche Atmosphäre.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Gemeinde in Tschechien
- Ort
- Okres Chomutov
- Seehöhe
- 620 m
- Website
- http://www.bolebor.cz/
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