📷 Bild: Wikimedia Commons
Burgruine Ried
Burgruine in Niederösterreich
Die Burgruine Ried ist eine Spornburg aus dem 13. Jahrhundert, die sich auf einem 320 m hohen Hügelkuppen südlich von Ried am Riederberg im Wienerwald befindet. Sie war Teil der Burganlage, die um 1200 errichtet wurde und bis in das 13. Jahrhundert als Verteidigungsbefestigung diente. Die Anlage umschließt eine etwa 3000 m² große Kernburg mit einem Wall- und Grabensystem. Die Burg war im 12. Jahrhundert von Konrad von Ried gegründet und später von den Kuenringern besessen. 1281 wurde sie als Pfand an Konrad von Tulln verliehen, der sie 1286 an seine Tochter Adelheid und ihren Mann Otto von Kahlenberg weitergab. Die Burg verödete im 15. Jahrhundert, und die Anlage wurde durch Steinbruchnutzung stark zerstört. Heute sind nur noch Reste einer romanischen Rundturmruine und einer Vorburg erhalten. Die Ruine liegt im Rotbuchenwald und wurde durch Stürme wie Orkan Kyrill 2007 und Sturmtief Paula 2008 stark beschädigt. Seit 2010 sichert ein Erhaltungsverein die Anlage und koordiniert ein Citizen-Science-Projekt zur archäologischen Erforschung. Die Ruine ist denkmalgeschützt und bietet Ausblicke auf den Wienerwald sowie eine historische Einblicke in die mittelalterliche Befestigungstechnik.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Burgruine, Motte
- Ort
- Sieghartskirchen
- Adresse
- Schlossberg
- Denkmalstatus
- Denkmalgeschütztes Objekt in Österreich
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