Eisriesenwelt Werfen
Die Eisriesenwelt im Tennengebirge oberhalb von Werfen gilt als die größte Eishöhle der Welt. Das Höhlensystem hat über 40 Kilometer Gesamtganglänge; vereist ist davon nur der vordere Teil, und genau dieser ist für Besucher erschlossen. Das Eis entsteht nach dem Windröhrenprinzip: Tiefer und höher gelegene Öffnungen sind durch Gänge verbunden, sodass im Winter kalte Luft wie durch einen Kamin einströmt und den vorderen Höhlenteil unter null Grad abkühlt. Schmelzwasser gefriert dort zu den großen Eisgebilden. Entdeckt wurde die Höhle 1879 von Anton von Posselt-Czorich, der allein rund 200 Meter weit vordrang und seinen Bericht 1880 in der Alpenvereinszeitschrift veröffentlichte. Die systematische Erforschung begann 1913 mit Alexander von Mörk und wurde von Friedrich und Robert Oedl fortgesetzt. 1920 entstand eine Forscherhütte, 1924 war der Eisteil durchgehend auf Holzstegen begehbar, 1925 kam das Schutzhaus dazu. Erst 1953 führte eine Straße zur Höhle, 1955 nahm die Seilbahn den Betrieb auf, die von 1.084 auf 1.586 Meter führt. Die Führung verläuft ohne elektrisches Licht – bewusst, mit Karbidlampen in der Hand – und verlangt rund 1.400 Stufen. Vom Parkplatz sind es 20 Minuten zu Fuß zur Seilbahn und von der Bergstation nochmals 20 Minuten zum Eingang. Für den gesamten Besuch rechnet man etwa drei Stunden. Geöffnet ist von 1. Mai bis 1. November.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text.
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