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Wolmirsleben
Gemeinde in der Börde, in der Mitte von Sachsen-Anhalt
Wolmirsleben ist eine Gemeinde in der Börde, im Zentrum von Sachsen-Anhalt, direkt südwestlich von Magdeburg. Sie gehört zur Verbandsgemeinde Egelner Mulde im Salzlandkreis. Der Ort wurde erstmals 937 als „Wilmersleve“ erwähnt und wurde im 12. Jahrhundert an das Magdeburger Dompropstei übergeben. Im Dreißigjährigen Krieg 1618–1648 erlitt die Gemeinde schwere Verluste, und 1817 wurde die Chaussee nach Atzendorf gebaut. Die Erschließung der Braunkohlengrube „Sophie“ begann 1849, wodurch Seen entstanden. Die Gemeinde hat eine historische Bedeutung durch Kriegsereignisse und industrielle Entwicklung. Ein Kriegsopferdenkmal sowie Grabstätten für polnische Zwangsarbeiter sind vorhanden. Die Gemeinderatswahlen zeigten eine wechselnde politische Zusammensetzung, wobei die CDU und DIE LINKE die größten Fraktionen waren. Der Wasserturm, der im Wappen zu sehen ist, wurde 1991 in das Wappen aufgenommen. In Wolmirsleben gibt es zwei Kirchen, ein Mausoleum und den Wasserturm. Die evangelische Kirche St. Nikolai und die katholische Kirche St. Johannes Baptist sind sehenswerte Gebäude. Die Gemeinde verfügt über einen Ortsfriedhof mit Grabstätten für fünf unbekannte Polen. Die Bahnstrecke, die einst die Gemeinde verband, ist heute stillgelegt. Die historischen Räume und die Umgebung mit Seen und Bruchflächen bieten einen einzigartigen Landschaftsraum.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Gemeinde in Deutschland ohne Stadtrecht
- Ort
- Verbandsgemeinde Egelner Mulde
- Seehöhe
- 77 m
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