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Septimius-Severus-Bogen
Antiker Triumphbogen in Rom, Italien
Am nordwestlichen Ende des Forum Romanum, dort wo die Via Sacra sich zum Kapitol wendet, steht ein dreitoriger Triumphbogen aus dem Jahr 203. Gewidmet war er Septimius Severus sowie dessen Söhnen Caracalla und Geta und ihren Erfolgen gegen das Partherreich. Das Bauwerk ragt 20,88 Meter auf; es misst in der Breite 23,27 und in der Tiefe 11,20 Meter. Der mittlere Durchgang ist zwölf Meter hoch und sieben Meter breit, die beiden seitlichen 7,8 mal drei Meter. Unter dem Marmor aus pentelischen Brüchen steckt ein Kern aus Ziegeln, das Fundament besteht aus Travertin. So gut erhalten ist das alles, weil man den Bogen im Mittelalter in Festungsanlagen einbezog. Die Weihinschrift auf beiden Seiten nimmt die ganze Attika ein und verrät eine Familientragödie: Nach der Ermordung Getas im Jahr 211 meißelte man dessen Namen heraus und setzte weitere Ehrentitel an die Stelle. Oben trug das Bauwerk einst eine Wagengruppe mit den Statuen der drei, den Münzbildern nach von sechs Pferden gezogen. Vier Säulen auf hohen Sockeln gliedern jede Schauseite; die Sockel zeigen Züge von Kriegsgefangenen, über der Mitte erscheint Mars. Der eigentliche Bericht steht in den vier großen Tafeln darüber: zum Forum hin die Angriffe auf Nisibis und Edessa aus dem ersten Feldzug von 195, zum Kapitol hin die Kämpfe um Seleukia und Ktesiphon am Tigris. Gezeichnet ist das aus schräger Vogelschau, fast wie eine mit Figuren und Häusern gefüllte Landkarte — ein Stil aus der Triumphalmalerei, der dem Publikum den Verlauf des Krieges verständlich machen sollte.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Triumphbogen, Ruine, Archäologische Stätte, Befund, Kulturdenkmal
- Ort
- Rom
- Erbaut
- 203
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