📷 Bild: Wikimedia Commons
Muttentalbahn
ehemalige Pferdebahn im südöstlichen Ruhrgebiet
Die Muttentalbahn war eine sechs Kilometer lange Pferdebahn im Muttental, einem Tal im Südosten des Ruhrgebietes. Sie verlief von der Kohlenniederlage Nachtigall an der Ruhr bergauf bis nach Bommerholz. Die Bahn wurde im Jahr 1829 gebaut und verband die Zechen mit der Wittener Kohlenstraße. Sie war eine der ältesten Pferdebahnen Europas und gehörte zu den wichtigsten Kohlentransportstrecken Anfang des 19. Jahrhunderts. Die Bahn ermöglichte einen effizienteren Kohlentransport als der manuelle Transport. Sie wurde von Pferden gezogen, die sechs Scheffel Kohle pro Fahrt transportierten. Die Strecke war mit Holzschiene und Bandstahl beschlagen, was den Verschleiß reduzierte. Die Muttentalbahn wurde 1874 stillgelegt, nachdem die Ruhrtalbahn die Zechen erreicht hatte. Sie war eine Schlüsselverbindung für den Kohlenabsatz und trug zur Entwicklung der Region bei. Heute sind noch Teile der ehemaligen Trasse und Schienen erhalten. Nachgebaute Loren sind Teil des Bergbauwanderweges Muttental. An der Kreuzung der Straße Am Masling mit der Kohlseggenstraße ist ein kleines Schienenteilstück zu erkennen. Das südliche Ende der Bahn liegt heute am Reithof Falkenhof. Die Bahn erinnert an die industrielle Geschichte des Muttental.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Archäologische Stätte, Pferdestraßenbahn
- Ort
- Witten
- Denkmalstatus
- Bodendenkmal
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