Schloss Herzogsfreude
Schloss in Deutschland
Schloss Herzogsfreude war ein Jagdschloss im Bonner Ortsteil Röttgen, im Waldgebiet des Kottenforstes. Es wurde von Kurfürst Clemens August von Bayern zwischen 1753 und 1755 errichtet, um Parforcejagden zu ermöglichen. Die Anlage war von großer Ausdehnung, mit einem Hauptgebäude von 70 Metern Länge und sternförmig verlaufenden Alleen. Das Schloss wurde jedoch nie vollständig genutzt, da der Bauherr bereits 1761 verstorben war. Das Schloss wurde nach dem Tod Clemens Augusts und der französischen Besetzung des Rheinlands nicht mehr genutzt. 1804 wurde es versteigert und schrittweise abgebrochen. Ein Großteil der Materialien wurde verkauft, vor allem für den Ausbau der Zitadelle Wesel. Bis 1810 war das Schloss fast vollständig verschwunden. Nur wenige Reste wie ein Jägerhäuschen und die Sankt-Venantius-Kapelle blieben erhalten. Heute gibt es kaum noch Spuren des Schlosses. Auf dem Schlossplatz in Röttgen steht ein Denkmal in Form eines Bronzemodells. Die Straßennamen wie „Schlossplatz“ und „Herzogsfreudenweg“ sowie Teile des ehemaligen Kellergewölbes unter Privathäusern erinnern an das Schloss. Die Forstverwaltung nutzt das Jägerhäuschen, das mit dem Schlossbau entstand.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Schloss
- Ort
- Bonn
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