📷 Bild: Wikimedia Commons
Kleinkastell Freimühle
archäologische Stätte in Deutschland
Das Kleinkastell Freimühle ist eine römische Fortifikation des Rätischen Limes, die sich nordwestlich von Schwäbisch Gmünd im Ostalbkreis befindet. Es liegt auf einem Sporn des Rotenbachtaler Osthanges in der Waldflur Vogelhau. Von hier aus hatte die Anlage einen Blick auf das Rotenbachtal und einen Teil des Remstals. Die römische Palisade des Obergermanischen Limes verlief 750 Meter nördlich, und das Kleinkastell war damit für ein solches Bauwerk ungewöhnlich weit von der Grenze entfernt. Das Kleinkastell Freimühle wurde 1901 entdeckt, als ein Sturm Mauerreste und Keramikscherben freilegte. Die Forschung wurde durch Grabungen und später durch die UNESCO-Erhebung im Jahr 2005 fortgeführt. Die Anlage umfasste eine Fläche von 0,29 Hektar mit einer 1,22 Meter breiten Mauer und vier Ecktürmen. Das Osttor war bis 0,80 Meter hoch und von Tortürmen flankiert. Die Anlage war mit einem Spitzgraben vorbereitet und vermutlich von Soldaten der Cohors I Raetorum errichtet. Die Anlage bot einen Ausblick auf das Remstal und ermöglichte die Überwachung der Grenzziehung zwischen Germania superior und Raetia. Ein Kastellbad südwestlich der Befestigung wurde 1902 entdeckt. Das Kleinkastell Freimühle ist Teil des UNESCO-Welterbes und als Kulturdenkmal geschützt. Die Umgebung enthält Funde, die auf eine mögliche römische Siedlung und Straßenpolizei hinweisen.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Archäologische Stätte, Kleinkastell
- Ort
- Schwäbisch Gmünd
- Denkmalstatus
- Teil einer UNESCO Welterbestätte
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