Museum des Befreiungskampfes der Ukraine
ehemaliges Archiv- und Museumsinstitution in Prag
Das Museum des Befreiungskampfes der Ukraine war eine archivische und museale Institution in Prag, gegründet von ukrainischen Kriegsveteranen und Professoren der Ukrainischen Freien Universität 1925. Es hatte das Ziel, Kulturgüter des Sowjetisch-Ukrainischen Kriegs zu sammeln, zu erhalten und zu erforschen. Die Stadt Prag spendete einen Platz für das Gebäude, und die Finanzierung erfolgte durch Spenden aus den USA, Kanada und London. Das Museum wurde zunächst in angemieteten Räumen in Nusle und Žižkov sowie in drei Garagen untergebracht. Das Museum besaß umfangreiche Archivbestände, darunter Dokumente aus diplomatischen Vertretungen, militärischen Einrichtungen und Internierungslagern. Es enthielt auch Materialien zur ukrainischen Emigration, literarische Manuskripte, Briefe prominenter Persönlichkeiten und eine Kunstsammlung mit Werken von Künstlern wie Alexander Archipenko. Zudem gab es eine Bibliothek mit über 70 Buchsammlungen, antike Karten und eine Kalendersammlung. Die Sammlung umfasste auch militärische Uniformen, Waffen und Dokumente sowie eine Numismatik- und Währungssammlung. Das Museum wurde 1945 durch eine alliierte Bombe zerstört, und seine Bestände wurden von den Sowjets beschlagnahmt. Die Arbeit wurde 1945 vorläufig wieder aufgenommen, doch 1948 schloss die tschechoslowakische Regierung das Museum. Die Sammlungen wurden an verschiedene Archive und Bibliotheken in der UdSSR und später in die Ukraine übergeben. Einige Kulturgüter sind heute im Kunstgewerbemuseum und der Nationalgalerie Prag ausgestellt.
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- Art
- Museum
- Ort
- Prag
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