Ganggrab von Naschendorf
Ganggrab bei Grevesmühlen in Mecklenburg-Vorpommern
Das Ganggrab von Naschendorf liegt in Plüschow bei Grevesmühlen im Landkreis Nordwestmecklenburg. Es ist eine jungsteinzeitliche Megalithanlage der Trichterbecherkultur, die zwischen 3500 und 2800 v. Chr. errichtet wurde. Die Anlage besteht aus einem rechteckigen Hünenbett mit einer etwa 7,2 Meter langen, trapezoidalen Kammer und einem seitlich angesetzten Gang. Sie trägt die Sprockhoff-Nr. 311 und ist als Everstorfer Forst Süd bekannt. Das Ganggrab ist als Großsteingrab der Trichterbecherkultur aus der Jungsteinzeit bekannt. Die Kammer ist ungewöhnlich groß und wurde von Ewald Schuldt in den 1960er Jahren untersucht. Dabei wurden die Anlagen in Jamel, Neu Gaarz und Qualitz als größer erachtet. Die Anlage hat zwei Joche, zwei Dreipunktauflagen und fünf Quartiere. Der Hügel ist mit 50 Randsteinen eingefasst, von denen vier noch deutlich sichtbar sind. Die Anlage umfasst eine Kammer mit 13 Tragsteinen und einen Gang mit fünf Tragsteinen. Vier der einst fünf Decksteine der Kammer liegen auf, während die Decksteine des Ganges fehlen. Die Diele besteht aus Rollsteinen und geglühtem Feuerstein. 100 Meter entfernt liegt das Großsteingrab Teufelsbackofen, das ebenfalls Teil der Megalithik in der Region ist.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
- Grevesmühlen
In der Nähe
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