Burgstall Schlossgraben
abgegangene hochmittelalterlichen Wasserburg
Der Burgstall Schlossgraben ist eine abgegangene Wasserburg, die einst südwestlich von Westheim am Rande des Auwaldes stand. Heute liegt der Burgstall etwa 1400 Meter von der Ortsmitte entfernt im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen. Der Ort ist Teil des größten Grabhügelfeldes Mittelfrankens mit über 140 Grabhügeln. Von dem Bodendenkmal sind ein Turmhügel mit Außenwällen und ein durch Wegebau gestörter Turmhügel erhalten geblieben. Die Wasserburg wurde vermutlich im 11. Jahrhundert gegründet und verfiel im 12. Jahrhundert, als die Herren von Auhausen auf die Lobdeburg in Thüringen zogen. Ein Hartmann „de Ahusen“ erschien 1133 in einer Urkunde, was den Umzug und den Verfall der Burg belegt. Die Burg war einst Teil der Herren von Auhausen, die auch in Westheim begütert waren. Der Burgstall besteht aus einer Kernburg mit Turmhügel und einer Vorburg. Der Turmhügel hat einen Durchmesser von 20 Metern und wird von einem Graben umgeben, der im Norden bis zu 20 Meter breit war. Vor dem Graben liegt ein Außenwall mit einer Breite von bis zu zehn Metern. Die Vorburg war durch einen Wall umgeben, der heute nur im Süden gut erkennbar ist. Südlich der Kernburg gibt es Spuren von Bebauung, darunter eine quadratische Grube, die mit Aushubmaterial umgeben ist. Die Anlage liegt in einer Niederung des Finkenbaches.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Archäologische Stätte, Burgstall
- Ort
- Westheim
- Denkmalstatus
- Bodendenkmal
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