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Burg Oltigen
Burgruine in Radelfingen im Kanton Bern, Schweiz
Die Burg Oltigen war eine Höhenburg in der Gemeinde Radelfingen im Kanton Bern. Sie lag auf einem Felsband etwa 90 Meter über dem Ufer der Aare, unterhalb des Zuflusses der Saane. Die Burg sicherte den Übergang über die Aare und war im Mittelalter strategisch bedeutsam. Heute ist der Bereich durch den Niederriedsee gestaut. Unter dem Burghügel existiert eine Höhle, das Güggelisloch, aus dem Erstarkungszeit des 19. Jahrhunderts. Die Burg wurde erstmals 1006 erwähnt und erreichte ihre größte Bedeutung zwischen 1075 und 1125 während des Investiturstreits. Die Herren von Oltigen konnten ihren Einfluss auf das Bistum Lausanne ausdehnen. 1410 wurde die Burg bei einem Bauernaufstand zerstört, der letzte Graf Hugo von Mömpelgard wurde ermordet. Bern erwarb die Herrschaft und verwaltete sie bis 1483. Reste der Ruine wurden 1850 abgetragen und wiederverwendet. Die Burg Oltigen war ein bedeutender Sitz der Herren von Oltigen, darunter Kuno I., Burkhard, der Bischof von Lausanne, und Hugo von Mömpelgard. Die Herrschaft umfasste um 1400 grosse Teile der heutigen Gemeinden Wohlen, Seedorf und Meikirch. Die Burg war ein Zentrum der Macht und des Streits im Schweizer Mittelland. Die Ruine und das Güggelisloch bieten Einblick in die Geschichte und die Lage der Burg.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Archäologische Stätte, Höhenburg, Burgruine
- Ort
- Radelfingen
In der Nähe
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