Römische Niederlassung auf dem Frankfurter Domhügel
archäologische Stätte in Deutschland
Die Römische Niederlassung auf dem Frankfurter Domhügel lag in der Altstadt von Frankfurt am Main auf dem Domhügel des Kaiserdoms St. Bartholomäus. Die Siedlung war in der frühen Kaiserzeit besiedelt und später durch militärische und zivile Nutzung geprägt. Die topografische Lage war günstig, da der Hügel sich südlich des Main befand und von der Braubach, einem Altarm des Flusses, begrenzt wurde. Die römischen Bauten wurden in späteren Jahrhunderten überbaut und zerstört, was die Zuordnung der Anlage erschwert. Die römische Besiedlung war besonders in der Zeit Kaiser Vespasians und Trajans bedeutend. Ein Thermenbau und ein Badegebäude wurden gefunden, die auf militärische Nutzung hindeuten. Die Anlage wurde vermutlich im Saturninusaufstand zerstört. Später wurde eine zivile Nutzung auf dem Domhügel vermutet, wobei die Reste von Wohngebäuden und einer Hofmauer belegen, dass die Siedlung auch für zivile Zwecke genutzt wurde. Die Anlage blieb bis ins 3. Jahrhundert n. Chr. bestehen. Im Bereich des Archäologischen Gartens wurden die Fundamente römischer Gebäude sowie die Grundmauern der merowingischen und karolingischen Pfalz entdeckt. Diese Befunde werden in der Ausstellung Kaiserpfalz Franconofurd gezeigt. Die römischen Bauten sind in der Umgebung des U-Bahnhofs Dom/Römer sowie im Tuchgaden lokalisiert. Die Ausgrabungen fanden in mehreren Phasen statt, wobei die späten Grabungen im 20. Jahrhundert wichtige Erkenntnisse brachten.
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- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
- Frankfurt am Main
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Deutschland
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