Reric
archäologische Stätte in Deutschland
Reric war ein frühmittelalterlicher slawisch-dänischer Handelsplatz an der Ostseeküste Mecklenburgs, der sich heute in der Region Groß Strömkendorf bei Wismar befindet. Die Siedlung existierte vermutlich zwischen 735 und 811 n. Chr. und erreichte in ihrer Blütezeit eine Ausdehnung von mindestens 20 Hektar. Sie lag nördlich von Wismar und westlich von Groß Strömkendorf, im Bereich der Wismarer Bucht. Reric ist nicht mit der heutigen Stadt Rerik zu verwechseln, die weiter nordöstlich am Salzhaff liegt. Reric war ein bedeutender Seehandelsplatz im 8. und frühen 9. Jahrhundert, der im Zusammenhang mit dem Krieg zwischen dem dänischen König Göttrik und den Obodriten stand. Die Siedlung wurde 808 zerstört, wurde aber von den Obodriten wieder aufgebaut. Sie war Teil eines Netzwerks von Handelsplätzen, das auch Haithabu, Liubice und Dankirke/Ribe umfasste. Die Gesamtanlage umfasste bis zu 20 Hektar und hatte möglicherweise bis zu 20.000 Einwohner. Die archäologischen Funde und dendrochronologische Datierungen ermöglichten die Zuordnung von vier Siedlungsphasen. In der Blütezeit der Siedlung zeigte sich eine systematische Anlage mit schachbrettartigem Grundriss. Die Häuser und Brunnen wurden in dieser Zeit aufwendig gebaut. Später setzte ein Rückgang ein, wodurch die Bauten einfacher und geringer Qualität wurden. Die Siedlung endete um 811 n. Chr., vermutlich nach einem Krieg oder aufgrund von wirtschaftlichen Schwierigkeiten.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- slawischer Burgwall, Archäologische Stätte
- Ort
- Mecklenburg-Vorpommern
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