📷 Bild: Wikimedia Commons
Augustiner-Chorherrenstift Raudnitz
Kloster in Tschechien
Das Augustiner-Chorherrenstift Raudnitz wurde 1333 in Raudnitz gegründet und war das erste Chorherrenstift in Böhmen. Es lag am linken Ufer der Elbe unterhalb der bischöflichen Burg, die bereits im 12. Jahrhundert errichtet worden war. Das Stift war eng mit der Prager Bischofsstadt verbunden und diente als kulturelles und religiöses Zentrum. Das Stift war besonders durch seine reich ausgestattete Bibliothek und das Skriptorium bekannt. Es spielte eine zentrale Rolle bei der Verbreitung der „Raudnitzer Reform“, die später auch als „Indersdorfer Reform“ bekannt wurde. Die Reform wurde von zahlreichen bayerischen und tiroler Klöstern übernommen. Die Stiftsbibliothek enthielt wichtige Handschriften, darunter den „Raudnitzer Psalter“. Die Kanoniker lebten in einer strengen Gemeinschaft und folgten den Raudnitzer Statuten, die von dem ersten Propst Nikolaus / Mikuláš aufgezeichnet wurden. Die Stiftsgründungen wurden durch den Erzbischof Ernst von Pardubitz und König Karl IV. gefördert. Nach der Zerstörung durch die Hussitenkriege verlor das Stift seine Bedeutung, und die Kanonie erlosch im 16. Jahrhundert. Die ehemalige Klosterkirche wurde zur Pfarrkirche und später barock umgebaut.
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- Art
- Kloster, religiöse Gemeinschaft
- Denkmalstatus
- Nationales Kulturdenkmal
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