Norwegen

Henningsvær

Henningsvær ist ein Fischerdorf in der norwegischen Kommune Vågan in der Provinz Nordland mit 517 Einwohnern. Der Ort erstreckt sich über die beiden kleinen Inseln Heimøya und Hellandsøya, die der Lofoten-Insel Austvågøya vorgelagert sind; Svolvær, das Verwaltungszentrum der Kommune, liegt rund 26 Kilometer nordöstlich. Bei der ersten norwegischen Volkszählung 1769 wurden hier vier Bewohner gezählt. Mit der wachsenden Bedeutung des Fischfangs stieg die Zahl: 1875 waren es 235, den Höchststand erreichte das Dorf 1950 mit 994 Einwohnern. Am 4. März 1941 wurde Henningsvær Schauplatz des ersten Sieges britischer Streitkräfte über den NS-Staat seit Dünkirchen: Ein Kommandounternehmen besetzte neben Brettesnes, Stamsund und Svolvær auch diesen Ort für sechs Stunden und zerstörte die kriegswichtige Glycerinproduktion, die zur Fischverarbeitung gehörte. Die Kirche des Dorfes stammt von 1974. 1934 wurden die beiden Inseln durch eine Mole verbunden, was den Hafen verbesserte und Henningsvær zu einem der wichtigsten Fischereihäfen der Lofoten machte. Seit 1983 führen zwei Brücken nach Austvågøya, wo der Fylkesvei 816 in die Europastrasse 10 mündet; mit dem Anschluss ans Strassennetz gewann der Tourismus an Gewicht. Bekannt wurde der Ort auch durch seinen Kunstrasen-Fussballplatz zwischen Fels und Meer: Eine Aufnahme von Misha De-Stroyev wurde 2017 von National Geographic zum besten Bild des Jahres in der Kategorie Städte gekürt, seither gilt der Platz als einer der schönsten der Welt. Der Ortsname setzt sich aus dem Vornamen Henning und dem Wort vær für Fischerdorf zusammen.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text.

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