Bild: Bauermann · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons
ILO-Motorenwerke
historischer Motorenhersteller 1911-2012, zuletzt in Pinneberg
Die ILO-Motorenwerke waren einst die größten Zweitaktmotorenwerke Deutschlands und wurden 1911 in Altona (heute Hamburg) gegründet. Der Name stammt aus der Esperanto-Sprache und bedeutet „Werkzeug“. 1913 zog das Unternehmen nach Pinneberg, wo es sich auf Zweitaktmotoren für verschiedene Zwecke spezialisierte. Während des Ersten Weltkriegs entwickelte es den ersten ILO-Motor, der die Gleisstopfmaschine unabhängig von externen Kraftquellen antreibt. Der Betrieb erreichte in den 1930er Jahren große Erfolge mit Motoren für Dreiradlieferwagen und später auch für die Landwirtschaft. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte ILO mit dem Bau von Zweitaktmotoren für Motorräder und Kleinwagen fort. 1950 wurde das Werk auf 8.750 m² vergrößert, und bis 1954 arbeiteten etwa 1.500 Beschäftigte in Pinneberg und München. ILO wurde zum größten Zweitaktmotorhersteller Deutschlands, wobei die Produktion von Motorradmotoren 1959 endete. In Pinneberg gab es Räume für die Fertigung von Motoren, Büroräume und Lagerflächen. Die Werke boten Ausblicke auf die Umgebung und waren mit technischen Anlagen ausgestattet, die für die Motorenproduktion benötigt wurden. Die ILO-Werke wurden auch als Ausstellungsfläche für historische Motoren und Maschinen genutzt, die heute im Pinneberger Stadtmuseum und im Heimatmuseum Uetersen zu sehen sind.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- ehemaliger Motorradhersteller
- Ort
- Pinneberg
- Adresse
- An der Mühlenau 13
- Erbaut
- 1911
- Denkmalstatus
- Kulturdenkmal in Schleswig-Holstein
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