KlosterDépartement Puy-de-DômeBezirk Département Puy-de-Dôme

abbaye de Chantoin

Die Abtei Chantoin war ein Kloster im heutigen Viertel der Carmes in Clermont-Ferrand. Sie wurde im 7. Jahrhundert von Bischof Saint Priest gegründet und existierte bis ins 19. Jahrhundert. Die Abtei lag ursprünglich im Norden der Stadt, östlich des Vicus christianorum, das heute das Viertel Saint-Alyre ist. Im 8. Jahrhundert wurde sie von Bischof Priest als Frauenkloster errichtet, da zuvor keine solchen Einrichtungen in der Region existierten. Die Abtei war im Mittelalter bedeutend und besaß zahlreiche Güter in der Region Auvergne. Sie war zunächst augustiniensisch, später wurden verschiedene Orden nacheinander dort ansässig. Die letzten Mönche waren die Carmes Déchaux. Nach der Auflösung des Ordens im 18. Jahrhundert wurde das Kloster 1791 als staatliches Gut verkauft. 1816 erwarb die Stadt einen Teil des Geländes und gab es als Friedhof wieder. Der Friedhof der Carmes ist der älteste aktiv genutzte Friedhof in Clermont-Ferrand. Die Archäologischen Funde zeigen eine merovingische Besiedlung am Ort des Klosters. Ein aufgefundenes Sargdeckel könnte mit dem Friedhof des ursprünglichen Klosters in Verbindung stehen. Die Abtei hat auch in der Literatur eine Rolle gespielt, beispielsweise im Libellus de ecclesiis Claromontanis, der im 10. Jahrhundert erwähnt wird. Die Statue der Madonna von Chantoin, die aus dem Kloster stammt, wurde restauriert und ist heute in Clermont-Ferrand ausgestellt.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Abtei, zerstörtes Gebäude oder Bauwerk
Ort
Clermont-Ferrand
Quellen:wikidata (CC0-1.0)

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