Liechtensteinklamm
Die Liechtensteinklamm bei St. Johann im Pongau ist eine Felsschlucht, die die Großarler Ache über Jahrtausende in den Berg geschnitten hat, stellenweise bis zu 300 Meter tief. Insgesamt vier Kilometer lang, ist etwa ein Kilometer davon über einen Steig mit rund 900 Stufen begehbar, entlang smaragdgrünen Wassers. 1875 legten Pongauer Alpenvereine den ersten Wandersteig an, ein Jahr später wurde die Klamm offiziell eröffnet und nach Fürst Johann II. von Liechtenstein benannt, der die Finanzierung übernommen hatte. 12.000 Menschen kamen im ersten Jahr, seither über zehn Millionen, heute mehr als 200.000 jährlich. Ein Erdrutsch im Mai 2017, bei dem 17 Personen über einen Notausstieg geborgen wurden, führte zu einer mehrjährigen Sperre. Seit 2020 ist die Klamm wieder offen — mit drei neuen Tunneln, in den Fels geschlagenen Galerien, Fangnetzen gegen Steinschlag und einer spiralförmigen Helixtreppe, die 30 Meter in die Tiefe führt. Am Ende des Weges steht ein 50 Meter hoher Wasserfall. Für den Besuch sollte man zwei bis drei Stunden einplanen; Kinderwagen und Rollstühle sind auf dem Steig nicht möglich, eine gewisse Kondition ist nötig. Geöffnet ist im Sommerhalbjahr, im Winter bleibt die Klamm geschlossen. St. Johann im Pongau liegt etwa 75 Kilometer von Salzburg entfernt.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text.
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