Kanton AargauBezirk Kanton Aargau

Rheinfelden-Pferrichgraben

Römischer Wachturm

Der Wachturm Rheinfelden-Pferrichgraben ist ein spätrömischer Wachturm, der zur Überwachung der Rheingrenze diente. Er liegt nordöstlich der Stadt Rheinfelden am Rheinufer in der Schweiz, im Kanton Aargau. Der Turm war Teil einer Kette aus etwa 50 Wachtürmen und Kastellen zwischen Basel und dem Bodensee, die in Sichtverbindung standen, um im Krisenfall schnell auf Mobilisierung der Grenztruppen zu reagieren. Die Ruine ist in der Flussschleife des Rheins, am Rand einer steilen Böschung, und bietet einen guten Ausblick auf die Umgebung. Der Wachturm war Teil eines spätrömischen Grenzüberwachungssystems, das sich über 150 Kilometer von Basel bis zum Bodensee erstreckte. Er stand in Sichtverbindung zu zwei anderen Wachtürmen, dem Rheinfelden-Heimenholz und dem Rheinfelden-Insel Stein. Die Turmruine wurde um 1900 entdeckt und bis 1938 vollständig freigelegt. Die Restauration und Dokumentation erfolgten in mehreren Schritten, wobei die Mauerkrone mit Makadam abgedeckt und das Mauerwerk sorgfältig restauriert wurde. Die Entstehungszeit des Turms wurde auf das späte 4. Jahrhundert datiert. Der Wachturm war quadratisch, etwa 6–7 Meter hoch und besaß einen leicht rhombischen Grundriss. Sein Mauerwerk bestand aus Kalkbruchsteinen und opus caementitium, wobei die Schalen aus unterschiedlich grossen Steinen gebaut wurden. Im Fundament fanden sich Hinweise auf den Bauablauf, einschliesslich einer möglichen Winterpause. Die Turmruine ist heute denkmalgeschützt und Teil eines Forschungsprojekts, das die Wachtürme am Hochrhein erforscht und restauriert.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Befestigung, Archäologische Stätte
Ort
Rheinfelden

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