Rheinland-PfalzBezirk Rheinland-Pfalz

Rigomagus

archäologische Stätte in Deutschland

Rigomagus war ein römischer Garnisonsplatz im heutigen Remagen, Rheinland-Pfalz, am linken Rheinufer. Er lag im Nordwesten der Stadt, unmittelbar an der römischen Fernstraße zwischen Köln und Koblenz. Die Anlage war Teil des Niedergermanischen Limes und wurde in verschiedenen Phasen als Kastell und spätrömische Festung genutzt. Sie war die südlichste Befestigung des linksrheinischen Limes und verlief nahe dem Kleinkastell Rheinbrohl. Die militärische Nutzung von Rigomagus begann bereits in augusteischer Zeit, wie dendrochronologische Untersuchungen von Eichenbalken belegen. In der tiberisch-frühclaudischen Zeit entstand ein Holz-Erde-Kastell mit einer Fläche von etwa 1,2 ha. Später wurde es durch ein Steinkastell ersetzt, das bis ins dritte Jahrhundert bestand. In spätrömischer Zeit wurde die Anlage erneut befestigt, wobei die Mauer durch Grauwacke-Steine verstärkt wurde. Die spätesten Münzen stammen von Gratian und Magnus Maximus. Der Auxiliarvicus, die Zivilsiedlung, befand sich südlich des Kastells und enthielt Töpferöfen. Die kaiserzeitlichen Gräberfelder lagen an der Rheintalstraße, während spätantike Grablegungen nördlich der Festung lagen. Die Anlage wurde bis ins vierte Jahrhundert genutzt, wobei die spätantike Festung vermutlich gewaltsam endete. Funde aus Rigomagus sind in Museen in Remagen, Bonn und Koblenz sowie bei Privatbesitzern zu finden.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
römisches Militärlager, Kleinkastell, Archäologische Stätte
Ort
Germania inferior
Denkmalstatus
Teil einer UNESCO Welterbestätte

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