Karmelitermarkt
Der Karmelitermarkt ist das Herzstück des Karmeliterviertels in der Leopoldstadt. Er verbindet alteingesessene Marktstände mit Obst- und Gemüsehändlern, Blumengeschäften und einer dichten Gastronomie, die den Platz über den Markttag hinaus belebt. Das Viertel drumherum war bis zum Holocaust das Zentrum jüdischen Lebens in Wien; ein großer Teil der jüdischen Bevölkerung wohnte im zweiten Bezirk, weshalb er den Beinamen "Mazzesinsel" trug. Heute gibt es rund um den Markt wieder zahlreiche koschere Geschäfte, Restaurants, Bäckereien und Fleischhauereien sowie Schulen und religiöse Einrichtungen — der Markt liegt damit in einem Grätzel, dessen Geschichte an jeder Ecke sichtbar bleibt. An zwei Tagen der Woche kommt ein Bauernmarkt dazu, an dem Produzenten aus dem Umland verkaufen; das sind die belebtesten Zeiten. Technisch ist der Karmelitermarkt eine Besonderheit: Mit seinen Photovoltaikanlagen gilt er als erster energieautarker Markt Europas. Er liegt wenige Gehminuten vom Donaukanal entfernt und lässt sich gut mit einem Spaziergang durch die Leopoldstadt verbinden.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text.
In der Nähe
- Bürgerhaus133 m
- Bürgerhaus, Pabsthaus116 m
- Wohnhaus, Ehem. Armenhaus der Leopoldstadt162 m
- Wiener Kriminalmuseum141 m
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- Reste Ghettomauer165 m
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