Burg Daber

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Burg Daber

Burgruine in der Woiwodschaft Westpommern, Polen

Die Ruine der Burg Daber liegt nordöstlich der Stadt Dobra auf einer 10 m hohen Bodenerhebung. Sie entstand im 12. Jahrhundert als Burgwall auf einer Halbinsel im Dabersee, wobei eine Pfahlbausiedlung dazu gehörte. Die heutige Burg wurde 1295 als castrum Doberen erwähnt und könnte von dem Templerorden gegründet worden sein. Im 14. Jahrhundert entstand vermutlich der Kernbau, und 1491 wurde hier Jobst von Dewitz geboren, der später zur Einführung der Reformation in Pommern beitrug. Die Burg war bis ins 17. Jahrhundert bewohnt, doch die Aufteilung des Besitzes unter drei Brüdern führte zu Streitigkeiten und zum Verfall. Das alte Haus soll bereits 1646 verfallen sein, und das Neue Haus verfiel schließlich. 1808 verkaufte die Familie Dewitz den Besitz, und 1859 wurde Geld für den Erhalt der Ruine gespendet. Die Burg blieb bis heute ein Teil der Landschaft und ein Zeugnis der regionalen Geschichte. Die Ruine besteht aus einem blockhaften, hohen Bau, der sich am Rande der Stadt auf Fundamenten alter Bauten befindet. Der Bergfried ist der älteste Teil, und im Norden sind drei zusammenhängende Ruinenteile des Alten Hauses erhalten. Im Süden bleibt die vollständige Längswand des Neuen Hauses mit Treppentürmen erhalten. Die Mauern bestehen aus Findlingen mit Ziegeln und Putz, und die Fensteröffnungen sind mit Schürzenbögen versehen. Im Inneren gab es um 1900 noch figürliche Kalkputzfiguren. Die Ruine bietet einen Blick auf die Entwicklung von Mittelalter bis zur frühen Neuzeit.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Burg
Ort
Dobra
Denkmalstatus
unbewegliches Denkmal (Polen)

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