📷 Bild: Wikimedia Commons
Scala
ehemaliges Varietétheater und Kino in Schöneberg, Berlin, Deutschland
Die Scala in Berlin war eine Varieté-Bühne in der Tempelhof-Schöneberg. Sie befand sich im Gebäude des ehemaligen Eispalasts an der Lutherstraße. Die Bühne wurde 1920 von neun Geschäftsleuten eröffnet, darunter jüdische Unternehmer. Sie war in den 1920er Jahren sehr erfolgreich und zählte zu den international bekannten Varietés. Die Scala war bis 1944 in Betrieb, bis die NS-Zeit die Veranstaltungen verbot. Die Scala war besonders bekannt für ihre internationalen Künstler wie Enrico Rastelli und Grock. Sie war auch für die Scala-Girls bekannt, eine Tanztruppe, die in ganz Deutschland auftrat. In der Zeit des Nationalsozialismus blieb das Varieté erfolgreich und galt 1941 als das größte Revuetheater Deutschlands. Die Scala trat auch vor Wachmannschaften in Konzentrationslagern auf, unter anderem vier Mal im KZ Sachsenhausen. 1944 wurde die Scala durch die Theatersperre geschlossen. Heute ist der ehemalige Bühnenraum ein Parkplatz. In der Martin-Luther-Straße 14 steht eine Gedenktafel, die die Geschichte der Scala und die Enteignung ihrer jüdischen Besitzer erinnert. Das Gebäude wurde nach dem Zweiten Weltkrieg abgetragen. Die ehemalige Restaurant-Geschichte des Hauses Horcher ist in der Nachbarschaft dokumentiert.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Theatergebäude, Kino, ehemaliges Theater
- Ort
- Tempelhof-Schöneberg
- Adresse
- Martin-Luther-Straße 14–18, 10777 Berlin
- Erbaut
- 1920
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