Kloster St. Thomas
ehemaliges Kloster in Leipzig
Das Kloster St. Thomas war ein Chorherrenstift des Augustinerordens und das zweitälteste Kloster in Leipzig. Es wurde 1212 durch den Markgrafen Dietrich von Meißen gegründet und umfasste zu seiner Blütezeit das Gelände nördlich der Thomaskirche, das bis zum Matthäikirchhof reichte. Die spätere Thomaskirche wurde 1213 dem Stift übergeben, ebenso wie die Nikolaikirche und das Georgenhospital. Das Kloster spielte eine zentrale Rolle in der Stadtgeschichte. Der Minnesänger Heinrich von Morungen trat in das Kloster ein, und die Stadtbürger leisteten Widerstand gegen die Grundübereignungen. Dietrich zwang die Stadt 1217 durch Eroberung und Repressalien zur Anerkennung des Status quo, der 1220 durch Papst Honorius III. bestätigt wurde. Im Jahr 1541 wurde das Kloster säkularisiert, und seine Gebäude wurden später abgebrochen. Die Anlagen lagen nördlich der Thomaskirche und erstreckten sich bis zum Matthäikirchhof. Die Klostergebäude wurden nach der Säkularisierung abgerissen, doch die Tradition des Chors und der Schule blieb erhalten. Heute sind die historischen Räume und Wege Teil der städtischen Landschaft und vermitteln Einblick in die religiöse und kulturelle Geschichte Leipzigs.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Kloster, Abtei, religiöse Gemeinschaft
- Ort
- Leipzig
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