📷 Bild: Wikimedia Commons
Johanniterkommende Weißensee
Niederlassung des Johanniterordens in Weißensee im Landkreis Sömmerda (Thüringen)
Die Johanniterkommende Weißensee war eine Niederlassung des Johanniterordens in der Stadt Weißensee im Landkreis Sömmerda, Thüringen. Das Ordenshaus wurde vor 1238 gegründet und lag im Innenstadtbereich der Oberstadt. Es umfasste ein großes Grundstück, das von der Pfaffengasse bis zur Schäfergasse reichte, mit dem Hauptgebäude am Marktplatz. Die Wirtschaftsgebäude und Gärten lagen östlich und dahinter, wobei heute Teile des Geländes vom Chinesischen Gartens Weißensee eingenommen werden. Die Kommende war Teil der Ordensballei Thüringen, die 1367 zur Ballei Alamania superior gehörte. Sie hatte eine dominierende Stellung in Weißensee, weshalb sich keine anderen religiösen Orden in der Stadt ansiedelten. Die Kommende war bereits 1234 etabliert, wie aus einer Urkunde des Landgrafen Heinrich Raspe und Konrad Pfalzgraf von Thüringen belegt. Sie besaß Patronatsrechte über mehrere Kirchen und war im 13. Jahrhundert ein bedeutendes Ordenshaus im Raum. Die Kommende war auch mit der Deutschordenskommende Griefstedt verbunden und hatte gute Beziehungen zu anderen Ordenshäusern.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Kloster, religiöse Gemeinschaft, Kommende
- Ort
- Weißensee
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