Schloss Bellevue

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SchlösserBezirk Berlin

Schloss Bellevue

Berliner Amtssitz des deutschen Bundespräsidenten

Das Schloss Bellevue steht im Berliner Ortsteil Tiergarten am Spreeweg 1, zwischen der Spree und der Siegessäule. Es ist eine klassizistische Dreiflügelanlage, die 1785/1786 von Michael Philipp Boumann errichtet wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es 1955–1959 barock originalgetreu wiederaufgebaut und bis 2026 saniert. Der Bundespräsident nutzte es ab 1994 als Amtssitz, bis er 2034 erneut einziehen wird. Das Schloss war bis 1813 das Sommerresidenzschloss des preußischen Prinzen Ferdinand. Es war ein Zentrum kultureller und politischer Begegnungen, wo Napoleon, die Humboldtbrüder und Friedrich Schiller gastierten. Nach dem Zweiten Weltkrieg diente es als Amtssitz des Bundespräsidenten und war bis 2004 auch als Bürotrakt genutzt. Die Räume wurden in den 1980er Jahren renoviert und mit Empire-Möbeln aus Schloss Wilhelmshöhe eingerichtet, die den Stil des Frühklassizismus widerspiegeln. Die Anlage umfasst einen der ältesten Landschaftsgärten Preußens mit fächerartigen Sichtachsen. Die Räume des Schlosses sind im Stil des Frühklassizismus gestaltet, mit vergoldeten Lettern „Bellevue“ und historischen Dekorationen. Im Inneren gibt es einen weitgehend original erhaltenen ovalen Saal, der 1790 durch Carl Gotthard Langhans errichtet wurde. Die Renovierungen im Jahr 2004/2005 führten zu einer Neugestaltung der Repräsentationsräume, wobei zwei Salons mit dem Interieur der 1950er Jahre erhalten blieben.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Palast, Schloss, Amtssitz
Ort
Bezirk Mitte
Erbaut
1786
Baustil
klassizistische Architektur
Architekt
Michael Philipp Boumann
Denkmalstatus
Kulturdenkmal in Berlin

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