Glashütte Klein Süntel
archäologische Stätte in Deutschland
Die Glashütte Klein Süntel war eine Glashütte am südöstlichen Hang des Süntels in Klein Süntel, einem Ortsteil von Bad Münder in Niedersachsen. Sie wurde erstmals 1620 urkundlich erwähnt und stand auf einem erhöhten Gelände, das durch starken Wind für die Luftzufuhr zum Glasschmelzen genutzt wurde. Die Hütte war Teil der sieben Glashütten der Region und gilt als früheste Gründung. Sie produzierte bis 1886 Grünglas, das hauptsächlich nach Amerika exportiert wurde. Die Glashütte war bis 1886 in Betrieb und stellte jährlich bis zu 350.000 Flaschen und 500.000 Medizinflaschen her. Sie war für den hannoverschen Hofstaat und das Kurfürstentum Hannover bekannt, wobei die Flaschen oft mit dem Welfenross als Siegel versehen waren. Die Produktion umfasste auch Schnaps- und Bierflaschen sowie Einmachgläser. Die Hütte war in der Region bekannt, da sie im 19. Jahrhundert auch Medizinflaschen in großem Stil herstellte. Im Bereich der ehemaligen Glashütte wurden seit 2011 archäologische Untersuchungen durchgeführt. Dabei wurden unter einem Grashügel Reste von Schürkanälen und Gebäuden entdeckt, die auf die Glashütte deuten. Die Grabungen fanden 2013 statt und wurden von Studenten der Universität Cranfield geleitet. Die Ergebnisse zeigen, dass die Hütte in der Region eine bedeutende Rolle spielte und bis heute Spuren in der Landschaft hinterlassen hat.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
- Bad Münder am Deister
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