Südfrankreich

Mer de Glace Montenvers

Die Mer de Glace ist der längste Gletscher Frankreichs und liegt im Mont-Blanc-Massiv auf dem Gebiet der Gemeinde Chamonix-Mont-Blanc. Ihr Eis sammelt sich in einem Einzugsgebiet von rund 40 Quadratkilometern, wird stellenweise bis zu 300 Meter dick und schiebt sich als etwa sieben Kilometer langer Strom in das Tal oberhalb von Chamonix hinab. Erschlossen wird der Gletscher seit dem 29. Mai 1909 durch die Zahnradbahn zum Montenvers. Die meterspurige Strecke mit Zahnstange nach System Strub überwindet auf 5,1 Kilometern 871 Höhenmeter, von Chamonix auf 1.042 Metern hinauf zur Bergstation Montenvers auf 1.913 Metern, mit Neigungen bis 220 Promille. Seit der Elektrifizierung 1953 dauert die Fahrt rund zwanzig Minuten; zuvor brauchten die Dampftriebwagen fast eine Stunde. Von der Bergstation aus geht der Blick über den Eisstrom, eine Gondelbahn und eine lange Treppe führen hinunter zur Eisgrotte, die Georges Claret 1946 erstmals anlegte und die seit 1953 in der heutigen Form Jahr für Jahr neu ins Eis geschnitten wird. Der Abstieg wird länger: Seit 1850 hat der Gletscher rund drei Kilometer an Länge und etwa 300 Meter an Dicke verloren, zuletzt vier bis sechs Meter Dicke pro Jahr.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text.

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