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Wiedergeltingen
Gemeinde im Landkreis Unterallgäu in Deutschland
Wiedergeltingen liegt im schwäbischen Landkreis Unterallgäu, etwa 40 km östlich von Memmingen. Das Dorf ist von der Wertach durchflossen, die im Westen des Gemeindegebiets verläuft. Im Süden grenzt der Irsingener See an, eine Staustufe der Wertach, wobei ein Teil des Sees im Gemeindegebiet liegt. Nördlich davon fließt der Mühlbach aus der Wertach, und östlich durchziehen Kleine und Große Hungerbach die Landschaft. Der Heisteig, ein bewaldeter Höhenrücken, teilt den südlichen Teil der Gemeinde in zwei Hälften. Am südöstlichen Rand befindet sich das Wiedergeltinger Wäldchen. Der Ort wurde erstmals 1172 urkundlich erwähnt, als Herzog Welf VI. eine Urkunde in der örtlichen Pfalz ausstellte. Die Geschichte des Ortes reicht bis in die Bronzezeit zurück, mit Siedlungsspuren und Hügelgräbern südlich des Ortes. Im Mittelalter war Wiedergeltingen Teil der Herrschaft Schwabegg und später des Kurfürstentums Bayern. Die Gemeinde war bis zur Säkularisation 1803 Teil der Abtei Steingaden, die auch die niedere Gerichtsbarkeit über den Ort hatte. Im 18. Jahrhundert entstand ein Oberrichteramt, und im 19. Jahrhundert wurde die heutige Gemeinde durch das Gemeindeedikt von 1818 gegründet. Wiedergeltingen ist bekannt für die Kirche St. Nikolaus, die erstmals 1183 urkundlich erwähnt wird. Die Kirche wurde im 14. Jahrhundert errichtet und im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgebaut. Im 17. Jahrhundert wurde der Hochaltar von Gottfried und Gotthilf Eisele aus Marktoberdorf gefasst, und im 18. Jahrhundert entstanden Deckengemälde. Die Molkereigenossenschaft Wiedergeltingen wurde 1907 gegründet, und der Ort wurde 1914 an die elektrische Stromversorgung angeschlossen. Die Gemeinde war auch im 19. Jahrhundert ein Zentrum der Seelsorge, bis die Säkularisation des Klosters Steingaden die kirchliche Verwaltung veränderte.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Gemeinde in Deutschland ohne Stadtrecht
- Ort
- Landkreis Unterallgäu
- Seehöhe
- 609 m
In der Nähe
- Bodendenkmal in Amberg (Schwaben), #D-7-7930-00012.8 km
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