📷 Bild: Wikimedia Commons
Notgasse und Riesgasse
Denkmalgeschütztes Objekt in Gröbming (36239)
Notgasse und Riesgasse sind trockene Schluchten im Dachsteinmassiv, 2½ Kilometer nordwestlich des Stoderzinken und 3 Kilometer südlich des Hirzbergs in Gröbming. Sie liegen am Rand des Dachsteinplateaus im Kemetgebirge und sind etwa 200 Höhenmeter hoch. Die Schluchten sind 20 bis 60 Meter tief und verlaufen von der Brandalm über die Lechnerwiese bis zur Schildenwangalm. Sie sind Teil des UNESCO-Welterbegebiets Kulturlandschaft Hallstatt–Dachstein/Salzkammergut. Der Steig durch die Schluchten wurde seit dem 17. Jahrhundert genutzt und dokumentiert durch Felsritzungen. Über 15 Gruppen von Zeichnungen sind bekannt, darunter Kreuze, Dreiecke und Buchstaben. Die älteste datierte Ritze stammt aus 1643, möglicherweise reichen die Zeichnungen bis ins frühe Mittelalter zurück. Die Petroglyphen sind Teil des Naturdenkmal- und Denkmalschutzes und werden im Höhlenkataster geführt. Die Schlucht ist heute kaum begangen, da sie von den Bundesforsten gesperrt ist. Wanderungen werden von lokalen Vereinen angeboten, die die Felszeichnungen dokumentieren. Die Ritzungen sind oft schwer zu finden, da sich der Grund der Schlucht durch Sedimente erhöht hat. Die Zeichnungen wurden teilweise durch Touristen zerstört, sind aber dennoch ein Zeugnis menschlicher Tätigkeit im UNESCO-Welterbegebiet.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Felsformation, Petroglyphe
- Ort
- Gröbming
- Adresse
- Notgasse
- Denkmalstatus
- Denkmalgeschütztes Objekt in Österreich
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