📷 Bild: Wikimedia Commons
Gedenkstätte Todesmarsch im Belower Wald
Gedenkstätte für die Opfer des Todesmarsches des Konzentrationslagers Sachsenhausen
Die Gedenkstätte Todesmarsch im Belower Wald liegt im Waldgebiet der Stadt Wittstock/Dosse in Brandenburg, an der Grenze zu Mecklenburg-Vorpommern. Sie ist eine Außenstelle der Gedenkstätte Sachsenhausen und wird von der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten betreut. Etwa 18.000 Häftlinge aus dem Konzentrationslager Sachsenhausen wurden 1945 im Belower Wald aufgenommen, wo sie mehrere Tage ohne Versorgung ausharren mussten. Die Spuren ihrer Not sind an Bäumen erhalten, darunter die Rindenabplatzungen durch Hunger. Die Gedenkstätte wurde 1965 mit einem Gedenkstein und 1975 mit einer Stele und einem Platz für Großveranstaltungen eingeweiht. 1981 entstand das Museum des Todesmarsches, das 1992 überarbeitet und mit Häftlingsobjekten ergänzt wurde. 2010 wurde die Gedenkstätte nach einer Neugestaltung wiedereröffnet, wobei das historische Waldgelände im Mittelpunkt stand. 2023 besuchten rund 3.500 Menschen die Stätte, wobei etwa 550 an Bildungsprogrammen teilnahmen. Die Gedenkstätte umfasst Rundwege durch ein Waldgebiet von etwa 20 ha, an denen über 100 Bäume mit Inschriften von Häftlingen stehen. Das Museumsgebäude wurde 2002 durch einen Brandanschlag beschädigt, wurde aber wiederhergestellt. Die Ausstellungen zeigen die Geschichte der Häftlinge und die Spuren ihres Leids. Die Umgebung besteht aus Wald und Scheunen, die Teil der Gedenkstätte sind.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Museum, Gedenkstätte
- Ort
- Wittstock/Dosse
- Adresse
- Belower Damm 1, 16909 Wittstock/Dosse
- Denkmalstatus
- Baudenkmal
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