Südfrankreich

Grotte de Font-de-Gaume

Die Grotte de Font-de-Gaume liegt am Ortsrand von Les Eyzies in der Dordogne, wenige hundert Meter vom Zusammenfluss der Beune mit der Vézère entfernt. Der Eingang öffnet sich als schmaler Spalt hoch in einer Kalkfelswand über dem Talgrund der Beune, erreichbar über einen ansteigenden Fußweg am Hang. Die Höhle gehört zu den fünfzehn Fundstätten, die seit 1979 als "Prähistorische Fundstätten und Höhlen im Tal der Vézère" zum UNESCO-Welterbe zählen. Am 12. September 1901 fanden Denis Peyrony, Louis Capitan und Henri Breuil hier die eiszeitlichen Wandbilder, vier Tage nach der Entdeckung in der benachbarten Grotte des Combarelles. Der Hauptgang ist etwa 125 Meter lang, zwei bis drei Meter breit und stellenweise acht Meter hoch; rund 60 Meter hinter dem Eingang verengt er sich zu einer Passage, die den Namen Rubicon trägt. Über 200 Malereien und Gravuren sind bekannt: Bisons, Rentiere, Mammuts, Pferde, Löwen und Wölfe in Schwarz und Rot, dazu geometrische Zeichen wie Tektiforme und Vierecke. Radiokarbondaten setzen einen der Bisons auf etwa 13.400 bis 13.200 Jahre vor heute. Font-de-Gaume ist eine der letzten Höhlen mit mehrfarbigen eiszeitlichen Malereien, die noch im Original betreten werden darf. Der Besuch ist nur mit Führung möglich, und der Zutritt ist streng begrenzt: seit 2013 sind es höchstens 78 Personen am Tag, in Gruppen von dreizehn und einer Gruppe je Stunde, damit das Höhlenklima stabil bleibt. In Gehweite liegen die Grotte des Combarelles, der Abri de Cap Blanc und das Musée national de Préhistoire im Ortszentrum von Les Eyzies.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text.

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