Grundlsee
Der Grundlsee liegt auf 708 Metern am Südfuß des Toten Gebirges und ist mit 4,14 Quadratkilometern der größte See der Steiermark. Er misst 5,8 Kilometer in der Länge, wird an der breitesten Stelle 917 Meter breit und ist bis zu 62 Meter tief. Gespeist wird er vom Toplitzbach und vom Stimitzbach, abfließen tut er nach Westen über die Grundlseer Traun. Die Nutzung des Sees ist alt urkundlich belegt: Aufzeichnungen zwischen 1280 und 1295 regeln bereits die Fischereirechte, im 16. Jahrhundert diente ein Klausensystem dem Holztransport. Acht ursprünglich heimische Fischarten leben im See; der Seesaibling wird als Ausseer Seesaibling vermarktet, die Berufsfischerei bringt rund 3.000 Kilogramm im Jahr. Der See selbst steht nicht unter Schutz, angrenzende Natura-2000-Gebiete sichern aber den gefährdeten Reinanken-Bestand. Die Schifffahrt gibt es seit 1879. Heute verkehren die Motorschiffe Rudolf, Traun und Gössl von Ende April bis Oktober, dazu lassen sich Elektroboote mieten — Verbrennungsmotoren sind auf dem See weitgehend untersagt. Rund um das Ufer führt ein Weg von gut vierzehn Kilometern. Von Gößl aus lässt sich der Grundlsee mit Toplitzsee und Kammersee zur Drei-Seen-Tour verbinden. In strengen Wintern wird auf dem zugefrorenen See Eis gelaufen, und alle paar Jahre zieht das Narzissenfest im Mai oder Juni mit geschmückten Figuren über das Wasser.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text.
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