Heilquellen in St. Moritz
kohlensäure- und eisenhaltige Mineralquellen
Die Heilquellen in St. Moritz sind kohlensäure- und eisenhaltige Mineralquellen im Kanton Graubünden. Sie liegen im Dorf St. Moritz, umgeben von den Alpen. Die bronzenzeitliche Quellfassung, eine der ältesten archäologischen Funde der Alpen, ist hier belegt. Die Quellen wurden im 16. Jahrhundert erstmals wissenschaftlich beschrieben, und Paracelsus lobte ihre Heilkraft in seinen Schriften. Die Heilquellen zogen im 16. Jahrhundert Ärzte und Kurgäste an. 1566 wurde die Quelle durch eine Überschwemmung verschüttet, erst 1580 wurde sie wiederentdeckt. 1831 gründete eine Aktiengesellschaft ein Kurhaus, was die Entwicklung des Bades beschleunigte. Bis 1914 war St. Moritz ein bedeutender Kurort, wobei die Strassenbahn zwischen Dorf und Bad bis 1932 verkehrte. Im Bäderquartier gibt es heute ein Heilbadzentrum mit Badekuren. Die bronzezeitliche Quellfassung ist in der Ausstellung im Forum Paracelsus zu sehen. Die Quelle wurde 2024 durch Hochwasser beschädigt, die Funde wurden aber geborgen. Das Quellwasser enthält Calcium, Natrium und Magnesium sowie Carbonat- und Sulfat-Ionen.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Thermalquelle, Thermalbad
- Ort
- Kanton Graubünden
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