📷 Bild: Wikimedia Commons
Langmahdhalde
archäologische Fundstelle im Lonetal bei Stetten ob Lontal auf der Schwäbischen Alb
Die Langmahdhalde liegt im Lonetal bei Stetten ob Lontal auf der Schwäbischen Alb. Sie befindet sich an einem Felsüberhang und wurde von 2016 bis 2024 von der Universität Tübingen und Studierenden ausgegraben. Die Fundstelle umfasst Schichten aus verschiedenen Epochen, darunter das Magdalénien, das Mittelpaläolithikum und die Römische Kaiserzeit. Die ungestörte Schichtenfolge macht sie zu einer wichtigen Referenz für die Erforschung von Jäger-und-Sammler-Gruppen. Die Langmahdhalde enthält über 400.000 Kleinsäugerreste, die zur Rekonstruktion des Klimas und der Umwelt im späten Jungpaläolithikum genutzt werden. Die Funde zeigen eine heterogene Tundrenlandschaft mit stellenweiser Bewaldung. In der Grabungsfläche wurden mehrere Feuerstellen sowie Knochenkohle und Holzbrösel gefunden, die auf menschliche Begehung hinweisen. Die Schichten aus dem Magdalénien enthalten zahlreiche lithische Artefakte und Zeichen von Steinbearbeitung. An der Langmahdhalde wurden mehrere Grabungsschnitte durchgeführt, die bis zu 3,5 Meter tief gingen. Die Schichten reichen vom Magdalénien bis in das Letzte Glaziale Maximum. In der Tiefe von über 5 Metern wurden mittelpaläolithische Schichten mit Levallois-Abschlägen freigelegt. Die Funde zeigen, dass die Langmahdhalde zwischen etwa 16.500 und 14.100 Jahren vor heute als Jagdlager genutzt wurde. Die Grabungsfläche wurde 2024 verfüllt.
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- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
- Landkreis Heidenheim
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