Bandkeramische Siedlung Rössing
jungsteinzeitlicher Siedlungsplatz in Rössing in Niedersachsen
Die Bandkeramische Siedlung Rössing liegt in Nordstemmen, Niedersachsen, auf einer erhöhten Stelle der Leine. Sie befand sich im Feuchtgebiet des Flusses und war von einem Flussarm entfernt. Die Siedlung entstand um 4500 v. Chr. und war Teil der ersten bäuerlichen Kultur in Mitteleuropa. Sie markiert die nördliche Grenze der Bandkeramik in Niedersachsen und die äußerste nordwestliche Grenze der mitteleuropäischen Lösszone. Die Siedlung wurde 1978 entdeckt und bis 1985 intensiv erforscht. Dabei wurden 25.000 m² untersucht, wobei nur der östliche Bereich der Siedlung erfasst wurde. 800 Pfostengruben ermöglichten die Dokumentation von 40 Pfostenhäusern, darunter Langhäuser mit Längen von acht bis vierzig Metern. 400 Gruben dienten der Bodenentnahme für die Wände, und 300 Vorratsgruben zeugen von der Nahrungsvorratslage. Die Funde belegen einen intensiven Getreideanbau und die Nutzung von Steinwerkzeugen. Die Siedlung bietet Einblick in die Lebensweise der Bandkeramiker. Keramikgefäße mit Bandverzierungen und Farbpasten sowie Spinnwirtel zeigen die Tätigkeit der Bewohner. Pflanzenreste belegen den Anbau von Emmer, Einkorn, Gerste und anderen Kulturpflanzen. Holzkohle aus Pfostenlöchern deutet auf Eichenwälder hin, die bereits von den Siedlern aufgelichtet wurden. Die archäologischen Befunde zeigen eine komplexen Siedlungsraum mit unterschiedlichen Räumen und Funktionen.
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- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
- Nordstemmen
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